Ablauf freiwilliger Wehrdienst: So sieht der FWD der Bundeswehr aus

Wer erst einmal ganz unverbindlich einen Eindruck von der Ausbildung und Arbeit der Bundeswehr bekommen möchte, kann den freiwilligen Wehrdienst in Anspruch durchlaufen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine fundierte Ausbildung bei der Bundeswehr, welche sich über einen Zeitraum von bis zu 23 Monaten erstrecken kann. Und was genau innerhalb dieser Zeit passiert bzw. der Ablauf freiwilliger Wehrdienst im Detail aussieht, zeigen wir dir jetzt.

 

Freiwilliger Wehrdienst bei der Bundeswehr: Was ist das genau?

Beim freiwilligen Wehrdienst (kurz FWD) der Bundeswehr handelt es sich um eine Möglichkeit, die Bundeswehr und die Ausbildung erst einmal gründlich kennenzulernen. Interessant ist diese Variante aber zum Beispiel auch dann, wenn ein mehrmonatiger Freiraum sinnvoll überbrückt werden soll. Nach einer fundierten Grundausbildung wird im FWD dann das jeweilige Expertenwissen vermittelt. Anschließend kannst du sogar als Soldat auf Zeit oder Soldatin auf Zeit übernommen werden und die vielseitigen Karrieremöglichkeiten der Bundeswehr in Anspruch nehmen. Geeignet für die Teilnahme am freiwilligen Wehrdienst sind übrigens alle Jugendlichen ab einem Alter von 17 Jahren. Bist du 17, benötigst du allerdings noch die Einverständnis deiner Eltern. Ab dem 18. Lebensjahr kannst du natürlich auch ohne die Zustimmung deiner Eltern in den freiwilligen Wehrdienst starten.

Gut zu wissen: Für den freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr stehen dir vielseitige Möglichkeiten zur Verfügung. Du kannst zum Beispiel im Sanitätsbereich arbeiten, Teil der Streitkräfte werden oder zur Luftwaffe stoßen.

 

Ablauf freiwilliger Wehrdienst: So gestaltet sich der FWD

Für den Ablauf freiwilliger Wehrdienst ist ganz erheblich entscheidend, welche Interessen und Eignungen du mitbringst. Wie bereits angesprochen, kommen im Anschluss an die Grundausbildung unterschiedliche Richtungen in Frage. Welche das genau sind, siehst du hier:

  • Heer
  • Luftwaffe
  • Martine
  • Sanitätsdienst
  • Streitkräftebasis
  • Cyber- und Informationsraum

Los geht der freiwillige Wehrdienst für dich mit der Grundausbildung. Der Beginn ist hier direkt zum Start deiner Zeit bei der Bundeswehr, die Dauer der Grundausbildung liegt bei drei Monaten. Innerhalb dieser Zeit lernst du alles wissen und kennen, was du als künftiger Soldat oder Soldatin beherrschen musst. Du erhältst zum Beispiel ganz regulären Unterricht und wirst in politischem Wissen ausgebildet. Darüber hinaus stehen aber auch sportliche Leistungsüberprüfungen, eine Waffen- und Schießausbildung oder eine Sanitätsausbildung auf dem Programmplan für diese drei Monate.

Ab dem vierten Monat dann startest du je nach Interesse und Eignung in der jeweiligen Fachrichtung durch. Hier kommen also die sechs genannten Möglichkeiten wieder ins Spiel, aus denen die für dich beste Richtung gefunden wird. Hast du die freiwillige Zeit bei der Bundeswehr erfolgreich durchlaufen, kannst du anschließend als Soldat oder Soldatin auf Zeit übernommen werden.

Gut zu wissen: Wie in einem regulären Unternehmen der freien Marktwirtschaft auch, gilt für den freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr eine Probezeit von sechs Monaten. Innerhalb dieser Zeit kannst du das Ausbildungsverhältnis also ohne Angabe von Gründen beenden.

 

Wehrsold: Verdienst und Gehalt im freiwilligen Wehrdienst

Auch wenn es sich beim FWD um einen freiwilligen Wehrdienst handelt, musst du diesen natürlich nicht ohne einen entsprechenden Lohn bzw. Wehrsold erledigen. Stattdessen kannst du dich zum Beispiel im Vergleich zu einer regulären Ausbildung in einem Unternehmen über ein recht anständiges Gehalt freuen. Du beginnst mit einem Gehalt im Monat von rund 840 Euro netto, welches dir während der Zeit in der Grundausbildung gezahlt wird. Dieses setzt sich zusammen aus einem monatlichen Wehrsold von rund 340 Euro und monatlicher Zuschläge von rund 495 Euro. Im Laufe deiner Zeit beim FWD kann der Verdienst dann aber problemlos und automatisch gesteigert werden. Wie das Ganze aussehen kann, siehst du hier:

  • 1.-3. Monat: 837,30 Euro (342,30 Euro Wehrsold + 495 Euro Zuschläge)
  • 4.-6. Monat: 860,40 Euro (365,40 Euro Wehrsold + 495 Euro Zuschläge)
  • 7.-12. Monat: 1063,50 Euro (388,50 Euro Wehrsold + 675 Euro Zuschläge)
  • 13.-18. Monat: 1146,30 Euro (411,30 Euro Wehrsold + 735 Euro Zuschläge)
  • 19.-23. Monat: 1206,30 Euro (411,30 Euro Wehrsold + 795 Euro Zuschläge)
Interessant: Solltest du im Anschluss an deine Zeit beim freiwilligen Wehrdienst als Soldat auf Zeit übernommen werden, fällt dein Gehalt natürlich deutlich größer aus und du kannst dich über rund 1.800 Euro netto jeden Monat freuen. Gesteigert werden kann die Besoldung im Laufe der Karriere zudem mehrfach.

 

Voraussetzungen: Das sind die Anforderungen für den freiwilligen Wehrdienst

Wie bereits erwähnt, musst du rund um den freiwilligen Wehrdienst einige Anforderungen beachten. Hierzu gehört zum Beispiel das angesprochene Alter, gleichzeitig sind aber noch weitere Aspekte von Bedeutung. Welche das im Einzelnen sind, kannst du hier erkennen:

  • Mindestens 17 Jahre alt
  • Deutsche Staatsbürgerschaft vorhanden
  • Mindestens die Vollzeitschulpflicht erfüllt
  • Bereit dazu, dich bundesweit versetzen zu lassen
  • Bereit dazu, an Auslandseinsätzen teilzunehmen (ab zwölf Monaten Dienstzeit)

Ohne deutsche Staatsbürgerschaft kannst du also zum Beispiel nicht den freiwilligen Wehrdienst durchlaufen. Eine abgeschlossene Ausbildung ist dafür wiederum keine Pflicht, sondern lediglich das Durchlaufen der Vollzeitschulpflicht. Ebenfalls beachten solltest du, dass du als Soldat beim freiwilligen Wehrdienst auch an Auslandseinsätzen teilnehmen könntest. Du musst dich also dementsprechend dazu bereiterklären. Zusätzlich dazu verlangt die Bundeswehr weitere Attribute für eine Bundeswehr Karriere von dir. So musst du grundsätzlich teamfähig und flexibel sein. Darüber hinaus werden eine gewisse körperliche Fitness und Durchsetzungsvermögen verlangt.

Achtung: Genau wie bei einer regulären Laufbahn bei der Bundeswehr, musst du auch hier ein Auswahlverfahren mit einem Computertest und einem Bewerbungsgespräch durchlaufen. Der Bundeswehr Sporttest muss seit 2013 für den FWD aber nicht mehr durchgeführt werden.

 

Fazit: Mit dem FWD tiefe Einblicke gewinnen

Der Ablauf freiwilliger Wehrdienst ist bei der Bundeswehr klar vorgegeben. Zunächst startest du für einen Zeitraum von drei Monaten mit der Grundausbildung, anschließend geht es für dich in der Spezialausbildung für den jeweiligen Truppenteil weiter. Gleich von Beginn an kannst du dich also auf eine intensive und tiefgreifende Ausbildung freuen, welche dir unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bietet. Nutzt du deine Chance, kannst du anschließend sogar als Soldat auf Zeit übernommen werden und genießt zahlreiche Vorteile.


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Bildquellen

  • Ablauf freiwilliger Wehrdienst: Pixabay
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