Auslandseinsätze bei der Bundeswehr: Alle Fakten im Überblick

Die Auslandseinsätze bei der Bundeswehr haben eine enorme Bedeutung. Nicht nur für die Soldaten, die in den verschiedenen Ländern auf unterschiedliche Art und Weise ihre Pflicht erledigen. Sondern auch für die restlichen Bürger, die beim Thema Auslandseinsatz in der Regel hellhörig werden. Nicht nur, weil hier natürlich Steuergelder für aufgewendet werden, sondern auch, weil die Auslandseinsätze direkt die weltpolitische Lage betreffen. Genau deshalb ist dieses Thema aber auch insgesamt enorm spannend und wird von uns im Folgenden einmal detailliert unter die Lupe genommen.

 

Wo führt die Bundeswehr Auslandseinsätze durch?

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben eine lange Tradition. Erst in den letzten Jahren allerdings hat die Bevölkerung damit begonnen, sich stark dafür zu interessieren, wo diese Einsätze stattfinden und welche aktuellen Zahlen hierfür relevant sind. Und genau aus diesem Grund zeigen wir hier einmal, wo die Bundeswehr aktuell unter anderem im Auslandseinsatz aktiv ist oder dies in jüngerer Vergangenheit war:

  • Afghanistan: Nato Mission Resolute Support (Der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr fand in Afghanistan statt bzw. findet immer noch statt. Die „Resolut Support Mission“ in Afghanistan beheimatet etwa 1000 deutsche Soldaten. Sie dient dem Wiederaufbau und der Friedenssicherung in Afghanistan.)
  • Mittelmeer: Nato Mission Sea Guardian
  • Syrien und Irak: Mission Counter Dash (Die „Operation Counter Dash“ mit 470 deutschen Soldaten findet im Nahen Osten statt und dient der Unterstützung der Anti IS Koalition.)
  • Mali: UN Mission Minusma (Die „Minusma“ Operation befindet sich in Mali mit einer Stärke von 580 deutschen Soldaten und dient der Demokratiesicherung.)
  • Sudan: UN Mission UNAMID
  • Südsudan: UN Mission UNMIS
  • Kosovo: Kosovo Force (Die „Kosovo Force“ ist seit langem ein Einsatz der Bundeswehr im Ausland. Die aktuelle Schlaglichter ca. 540 Soldaten.)

Andere Einsätze

Weiterhin ist die Bundeswehr im Rahmen ihrer Bündnisse im Libanon am Horn von Afrika und im Mittelmeer eingesetzt.

Auch in Zukunft sind Auslandseinsätze Teil der Bundeswehr und damit Teil eines jeden Soldaten der Bundeswehr. Fragen im Einstellungstest über die Auslandseinsätze der Bundeswehr werden häufig gestellt. Somit sehen die Prüfer, ob der Bewerber sich mit der Bundeswehr im Vorhinein beschäftigt hat. Zumindest die größeren Einsätze sollte der Bewerber bereits im Vorhinein kennen. Somit unterstreicht er sein Interesse für die Bundeswehr und für den Beruf des Soldaten. Auslandseinsätze sind Teil eines jeden Soldaten, welcher sich längerfristig verpflichtet. Dies muss jedem Bewerber klar sein.

Warum die Bundeswehr als eigentliche Verteidigungsarmee im Ausland eingesetzt wird, hat unterschiedliche Gründe. Nicht immer lassen sich hier Pro Contra direkt gegeneinander abwägen, so dass der zivilen Bevölkerung nicht immer alle Auslandseinsätze der Bundeswehr verständlich sind. Dennoch ist natürlich interessant zu wissen, dass immer eine entsprechende rechtliche Grundlage vorhanden sein muss. Im Irak zum Beispiel ist die Bundeswehr in der Mission “Counter Dash” für die Sicherung von befreiten Gebieten zuständig gewesen. Gleichzeitig gehören zu den Aufgaben der Truppe aber auch die Ausbildung Hilfstruppen vor Ort. Im Mittelmeer wiederum hat die Nato die Bundeswehr im Auslandseinsatz um Hilfe im Kampf gegen Schleppertruppen geboten.

 

Auslandseinsätze bei der Bundeswehr: Wer muss dran teilnehmen?

Die Frage, wer an den Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilnehmen muss, lässt sich eigentlich recht schnell beantworten. Startest du in deine Bundeswehr Ausbildung oder ähnliches, wird als Voraussetzung von dir verlangt, dass du dich dazu bereit erklärst, an den Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen. Natürlich wird diese Anforderung nicht für jede Richtung gestellt. Möchtest du als Teil der Streitkräfte eine Ausbildung durchlaufen, gehört diese Voraussetzung aber ganz sicher mit dazu.

Gut zu wissen: Natürlich ist ein Auslandseinsatz immer mit einem gewissen Risiko verbunden und hat in der Vergangenheit auch schon Tote gefordert. Aus diesem Grund bekommst du ein verbessertes Gehalt bzw. einen größeren Sold, wenn du zum Beispiel für die Bundeswehr im Ausland in Afghanistan oder einem anderen Land aktiv bist. Mit einem Einsatz im Ausland kannst du deinen Verdienst also deutlich steigern.

Im Rahmen des Einstellungstest werden die Auslandseinsätze mehr als einmal thematisiert. Die Prüfer machen den Bewerbern deutlich, dass eine Auslandsverwendung für Bundeswehrsoldaten sehr wahrscheinlich ist. Aus diesem Grund ist es für die Prüfer extrem wichtig, dass der Bewerber sich mit den Auslandseinsätzen und der möglichen Auslandsverwendung auseinandergesetzt hat.

Das Grundgesetz sieht nach Art. 24, die Wahrung des Friedens in einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit vor. Die Bundesrepublik Deutschland kann damit, um eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen Völkern herzustellen, Bündnisse eingehen und auch an Auslandseinsätze teilnehmen.

Bündnisse der Bundeswehr

Das wohl bekannteste und älteste Bündnis der Bundeswehr ist die NATO. Die Bundesrepublik Deutschland ist am 9. Mai 1955 der NATO mit ihren Streitkräften beigetreten. Die NATO diente im Ost-West-Konflikt der gemeinsamen Verteidigung der westlichen Welt. Im NATO Vertrag ist der so genannte Bündnisfall dargelegt. Der Bündnisfall tritt dann ein, wenn ein NATO Mitglied von einer feindlichen Macht angegriffen wird. In diesem Fall erklären sich alle NATO Mitglieder bereit, zum Schutz und zur Sicherheit des angegriffenen Bündnispartners oder Verbündeten Krieg zu führen. Der Bündnisfall wurde bisher nur nach dem 11. September 2001 ausgerufen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wird die Sinnhaftigkeit der NATO oftmals diskutiert. Voraussichtlich wird die NATO jedoch noch lange fortbestehen.

Europäische Union

Auch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben eine eigene Sicherheit und Verteidigungspolitik. Diese ist im jugendlichen Herdlein Im Jahr 1999 geregelt worden. Somit sollen alle Mitgliedstaaten 60.000 Soldaten für eigene, ein europäische Eingreiftruppe bereitstellen. Deutschland als bevölkerungsreichstes Land der Europäischen Union muss dementsprechend anteilig eine große Anzahl von Soldaten zur Verfügung stellen.

Vereinte Nationen

Deutschland ist Teil der Vereinten Nationen und hat sich bereit erklärt sich mit etwa 1000 Soldaten an den Missionen der Vereinten Nation zu beteiligen.

Wer entscheidet über die Auslandseinsätze der Bundeswehr?

Selbstverständlich wird ein Auslandseinsatz der Bundeswehr nicht von heute auf morgen in die Tat umgesetzt, sondern ist das Ergebnis einer langen und detaillierten Planung. Grundsätzlich handelt es sich bei der Bundeswehr um eine sogenannte Parlamentsarmee. Das bedeutet im Klartext, dass für einen Auslandseinsatz die Zustimmung der Volksvertreter notwendig ist. Diese gibt es natürlich erst nach intensiven Gesprächen mit dem Militär, in welchem verschiedene Möglichkeiten und Lösungen abgewogen werden. In der Regel kommen die Auslandseinsätze der Bundeswehr dabei auf Nachfrage der Nato zustande, welche in verschiedenen Regionen eine gewisse Truppenstärke der Mitgliedstaaten verlangt. Ob diesem Einsatz dann aber wirklich stattgegeben wird, obliegt letztendlich den Vertretern des Volkes.

Hintergrundwissen: Auch Details wie die Länge oder eben die Truppenstärke werden von der politischen Vertretung Deutschlands in Absprache mit dem Militär bzw. der Bundeswehr geklärt. Dabei behalten alle Parteien immer die Kosten im Überblick, wobei natürlich trotzdem die Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz gebildet werden soll.

 

Fazit: Auslandseinsätze gehören bei der Bundeswehr dazu

Die Bundeswehr ist zwar in erster Linie für die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland zuständig, wird gleichzeitig aber auch immer wieder bei Einsätzen im Ausland um Hilfe gebeten. Als Teil der Nato ist Deutschland zur Hilfe verpflichtet, wobei gleichzeitig aber erst eine Entscheidung durch die Volksvertreter gefällt werden muss. Diese wird natürlich erst dann gefällt, wenn die Absprachen mit dem Militär bzw. der Führung der Bundeswehr abgeschlossen wurden. Bevor also ein Einsatz im Ausland bei der Bundeswehr wirklich gestartet wird, werden im Vorfeld zahlreiche Gespräche geführt und Lösungen durchgesprochen. Für dich als Teil der Bundeswehr bedeutet ein Auslandseinsatz tendenziell immer, dass du möglicherweise eingezogen wirst. Immerhin hast du dich beim Einreichen deiner Bewerbung hierzu bereiterklärt und musst diese Versprechen natürlich auch einhalten. Befreien kann dich von dieser Pflicht nur ein Arzt, der dir eine mögliche Untauglichkeit für die Mission bescheinigt.


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Bildquellen

  • Auslandseinsätze bei der Bundeswehr: Pixabay
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