Bundeswehr IT- und Cyber Spezialisten

Die Bundeswehr rüstet seit einigen Jahren im Bereich IT und Cyberabwehr auf. Das neu geschaffene Kommando Cyber- und Informationsraum soll in den kommenden Jahren stark ausgebaut werden und bis 2021 rund 15.000 Menschen beschäftigen. Dementsprechend sucht die Bundeswehr nach Nachwuchskräften und Spezialisten. Im Gegensatz zu einer zivilen Ausbildungist man bei der Bundeswehr aber auch als militärische IT-Fachkraft immer noch Soldat. Daher müssen die angehenden IT-Soldaten und IT-Offiziere ein gewisses Maß an Sportlichkeit mitbringen und auch die Grundausbildung der Bundeswehrabsolvieren. Offiziere werden dabei während des Studiums ganz normal bezahlt, müssen sich im Gegenzug aber auch für einige Jahre verpflichten.

Die Ausbildung als IT-Soldat

Der IT-Soldat bildet das Rückgrat des neu geschaffenen Kommando Cyber- und Informationsraum. Die Ausbildung steht allen deutschen Staatsbürgern offen, die mindestens 17 Jahre alt sind und die Vollschulzeit abgeschlossen haben. Allerdings muss man im Vorfeld das Einstellungsverfahren der Bundeswehr bestehen. Auch die Grundausbildung gilt es, zu absolvieren. Erst danach beginnt die tatsächliche Ausbildung zum IT-Soldaten. Im Anschluss ist man als normaler Mannschaftssoldat aktiv und kann dementsprechend nach Zeit oder durch zusätzliche Fort- und Weiterbildungen in den Soldatenrängen aufsteigen. Im Gegensatz zur Offizierslaufbahn besteht zudem die Möglichkeit, die Bundeswehr nach der Ausbildung zeitnah wieder zu verlassen und in einen zivilen Beruf zurückzukehren. Das Einstiegsgehalt für IT-Soldaten liegt bei 1800 Euro.

Offiziers-Studium bei der Bundeswehr

Da die Bundeswehr die Zahl der Cyber-Spezialisten in den kommenden Jahren so stark erhöhen will, werden auch viele neue Offiziere im Bereich Cyberabwehr gesucht. Wer die Offizierslaufbahn einschlagen möchte, der muss zunächst einmal ein Abitur mitbringen. Zudem sollte man mindestens 17 und höchstens 29 Jahre alt sein. Ähnlich wie bei der Bewerbung als Soldat muss man einen Einstellungsverfahren bestehen, das im Falle der Offiziere allerdings aufwendiger und schwieriger ist. So werden beispielsweise auch die Führungsfähigkeiten der angehenden Offiziere überprüft.

Zur Ausbildung gehört bei der Offizierslaufbahn ein Studium. Mit diesem beginnen die Offiziersanwärter nach dem Abschluss der Grundausbildung. Mögliche Studiengänge sind Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Wirtschaftsinformatik, technische Informatik und Kommunikationstechnik. Sie alle werden an Universitäten der Bundeswehr in Hamburg oder München gelehrt.

Während des Studiums erhalten die Offiziersanwärter ein Gehalt von 1800 Euro. Nach dem Abschluss steigt der Lohn auf rund 2100 Euro. Mit den Berufsjahren und durch Weiterbildungen kann man in den Rängen aufsteigen und erhält dementsprechend eine bessere Entlohnung. Die Mindestdienstzeit beträgt zunächst 13 Jahre. Im fliegerischen Dienst müssen sich die Offiziere für mindestens 16 Jahre verpflichten.

Studium als Informationstechniker

Wer kein Offizier werden möchte, aber trotzdem einen der Cyber-Berufe der Bundeswehr ergreifen möchte, kann sich zum Informationstechniker ausbilden lassen. Auch hier gilt ein Mindestalter von 17 und ein Höchstalter von 29 Jahren. Im Gegensatz zur Offizierslaufbahn reicht als schulische Voraussetzung aber die Fachhochschulreife. Abgesehen vom Schulabschluss sind die sonstigen Eckdaten relativ ähnlich zur Offiziersausbildung. Auch Informationstechniker absolvieren erst die Grundausbildung, bevor sie an einer der beiden Bundeswehrhochschulen studieren. Das Einstiegsgehalt liegt bei 1800 Euro, steigt mit Anzahl der Dienstjahre und dem Dienstgrad aber an. Die minimale Verpflichtungszeit beträgt 13 Jahre.

Alternative Weiterbildung

Um einen der Cyber-Berufe bei der Bundeswehr zu ergreifen, muss man nicht notwendigerweise eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben. Die Bundeswehr bietet für IT-Soldaten auch Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit Hilfe von internen Ausbildungsmaßnahmen werden die Soldaten auf ihren späteren Arbeitsbereich vorbereitet, wobei es nicht unbedingt eine Rolle spielt, was sie ursprünglich studiert haben.

Darüber hinaus bietet die Bundeswehr auch zivile IT-Ausbildungen an. So kann man sich beispielsweise zum Elektroniker, Systemelektroniker oder Fachinformatiker für Systemintegration ausbilden lassen. In diesen Fällen wird man wie ein normaler Azubi in einem Ausbildungsunternehmen behandelt und muss beispielsweise auch keine Grundausbildung absolvieren. Auch kann man im Anschluss an die Ausbildung problemlos zu einem zivilen Arbeitgeber wechseln. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass man bei einer zivilen Ausbildung nicht zum Auslandseinsatz verpflichtet ist. Wer sich für als Soldat oder Offizier bei der Bundeswehr ausbilden lässt, muss immer auch damit rechnen, in ausländischen Krisengebieten zum Einsatz zu kommen.

Fazit

Die Bundeswehr wird in den kommenden Jahren einer der großen Arbeitgeber für IT- und Cyberspezialisten. Passende Berufewerden sowohl für Realschüler als auch für Abiturienten angeboten. Allerdings muss man sich im Falle eines Studiums für mehr als zehn Jahre für den Dienst verpflichten.


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