Erfahrungsbericht Bundeswehr Berlin Dahme-Spree Kaserne

Dieser Erfahrungsbericht wurde uns von Maximilian zur Verfügung gestellt! Er hat seine Eignung zum Feldwebel bekommen und beginnt im April 2018 seine AGA. In seinem Bericht schildert er seine Erfahrungen, welche er beim Eignungstest in der Dahme-Spree Kaserne in Berlin gemacht hat! Viel Spaß beim Lesen und nochmals vielen Dank an Dich, Maximilian!


Erfahrungsbericht über meinen Einstieg in die Bundeswehr

Ausbildung bei der Bundeswehr
Ausbildung bei der Bundeswehr

Ich heiße Maximilian, wohne östlich von Berlin und bin 20 Jahre alt. Als ich 2016 mein Abitur gemacht habe, war ich mir immer noch nicht sicher wie meine Karriere weiter verlaufen sollte. Ich habe mich dann dazu entschlossen verschiedene Praktika zu machen. Als ich dann in einer Metallverarbeitungsfirma arbeitete und sehr zufrieden war, schaute ich mich um was es in dieser Branche an Möglichkeiten gab. Ich Interessierte sehr für die Luft und Raumfahrttechnik und deshalb stand für mich fest, dass ich Fluggerätmechaniker werden will. Ich guckte mir die verschiedenen Möglichkeiten an und entschied mich für die Luftwaffe der Bundeswehr.

Als ich mich auf der Homepage der Bundeswehr informierte machte ich einen Termin bei einem Karrierecenter in meiner Nähe. Dieses war das Karrierecenter in Berlin an der Friedrichstraße 147. Im August 2017 hatte ich dann ein Gespräch mit einem sehr freundlichen Oberleutnant. Er zeigte mir meinen Möglichkeiten auf und wir machten die Bewerbung fertig, welche ich 2 Wochen später mit meinem restlichen Unterlagen abgeben sollte. Jetzt begann das große Warten.

Abonniere uns auf Youtube!
Abonniere unseren YouTube Kanal!

Anfang Oktober kam dann die Einladung zur Eignungsprüfung in der Dahme-Spree Kaserne in Berlin, welche Anfang November 2017 sein sollte. Jetzt wurde es Ernst und ich fing an im Internet auf YouTube, Foren und auf einer Bundeswehr Einstellungstest Gruppe zu recherchieren, was mich dort bei der Eignungsprüfung erwarten würde. Für den Sporttest fing ich an regelmäßig joggen zu gehen und die Disziplinen wie Klimmhang und Pendellauf zu üben. Für den Computertest kaufte ich mir ein Übungsprogramm welches darauf konzipiert war, sich bestmöglich auf das Einstellungsverfahren vor zubereiten. Auf diesem Programm lernte ich grundlegende Fähigkeiten in Mathematik, Deutsch, Englisch und Physik, außerdem habe ich Fakten über die Bundeswehr, einen Reaktions- und Konzentrationstest geübt. Dieses Programm von Plakos hat mir sehr viel geholfen da es genau darauf konzipiert war und ich die Chancen genutzt habe mich so perfekt vorzubereiten.

Für die ärztlichen Teile konnte ich mich nicht vorbereiten, dafür aber umso mehr auf das psychologische Gespräch. Ich recherchierte mal wieder und holte mir Informationen für die Fragen, die auf mich zukommen könnten und übte Gespräche mit verschiedenen Personen zu führen.

Tag 1

Nun ging es los, es war der 1. November 2017 und ich machte mich auf den Weg ins Karrierecenter in die Dahme- Spree Kaserne in Berlin Köpenick. Ich sollte um 10 Uhr vor Ort erscheinen, also fuhr ich schon mal etwas früher los, da die Parkplatz Situation noch unklar war. Dies war auch eine gute Entscheidung. Ich meldete mich beim Pförtner und zeigte meinen Ausweis vor. Der Pförtner zeigte mir den Weg zum Empfang. Dort bekam ich meine Bettsachen und eine Stube zugewiesen. Als ich in meinem Zimmer ankam war ich der Erste und machte mich gleich daran meinen Schrank zu füllen und machte mein Bett fertig. Dann kamen schon meine drei anderen Mitbewerber und wir gingen zur Besprechung. Wir waren 10 Leute und wurden vom Hauptfeldwebel eingewiesen wie unser Tagesablauf in den nächsten 2 Tagen aussah. Ich freute mich, dass es endlich losging und war schon sehr aufgeregt. Am Ende dieser Besprechung hatten wir 30 Minuten Zeit einen persönlichen Fragebogen auszufüllen. Hierbei kamen Fragen über unsere Hobbys unsere Kindheit und Fragen zu unseren Verwendungswünschen dran. Dann ging es zum Mittagessen und wir wurden in 2 Gruppen eingeteilt, welche dann entweder zur ärztlichen Untersuchung oder zum CAT Test gehen sollten.

Bei dem Einstellungstest der Bundeswehr ist es wichtig, dass die Bewerber in bester körperlicher Verfassung sind. Diese wird bei der medizinischen Untersuchung festgestellt.
Medizinische Untersuchung

Ich sollte mich beim Arzt melden, dieser testete erst den Urin, meine Körpergröße und Gewicht und dann nach kurzer Wartezeit mein Hör- und Sehvermögen. Nach weiterem Warten wurde ich aufgerufen, zum Arzt zu gehen welcher meine Eignung weiter testen sollte. Leider vergas ich meinen Laufzettel im Warteraum, weshalb ich zurück flitzen musste. Dann wollte der Arzt natürlich gleich Blutdruck messen, welcher natürlich viel zu hoch war. Er stellte mir eine Testung mit einer 24 Stunden Blutdruckmessung aus (die Werte waren natürlich normal). Dann musste man leider noch die ganzen Gesundheitsfragen beantworten. Anschließend wurde ich D1 gemustert und ich hatte freie Verwendung.

Nun wollte ich gleich noch zum CAT Test, leider wurde das nichts, da nicht mehr genügend Zeit da war. Also hatte ich hab 14:30 Freizeit. Ich habe mich mit meinen Mitbewohnern unterhalten und ausgetauscht und die Chance genutzt mit ihnen noch etwas zu üben. Außerdem waren wir noch ein bisschen im Aldi um die Ecke einkaufen. Am Abend unterhielten wir uns noch mit der Gruppe, welche vor uns dran war. Dort haben wir nochmal Informationen über den Sporttest und das psychologische Gespräch bekommen.

Tag 2

Der CAT Test ist immer Bestandteil des Bundeswehr Einstellungstests
Der CAT Test ist immer Bestandteil des Bundeswehr Einstellungstests

Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Wir machten uns fertig und gingen zum Frühstück und haben uns auf die nächste Prüfung vorbereitet. Ich sollte dann um 7 Uhr zum CAT Test. Dort war es dann so, dass ich mich nicht beunruhigen lassen wollte. Ich ging dann also konzentriert, aber angespannt in den Prüfungsraum. Im Voraus ist aber zu sagen, dass es ein individueller Test ist, welcher auf die Wunschverwendung und Laufbahn angepasst wird. In den ersten Aufgaben hatte ich pro Aufgabe je 3 Minuten Zeit zur Verfügung. Hierbei kamen dann Mathematikgrundlagen, Grammatik und der Matrizentest dran. Im Anschluss wurde ich in Physik und Englisch getestet, wobei ich für alle Aufgaben eine komplette Zeitvorgabe hatte. In Englisch waren es Lückentexte, wo ich die richtige Lösung auswählen sollte. In Physik kamen Hebelkräfte, Zahnräder und Elektrizität dran. Anschließend kam noch ein Reaktionstest mit farbigen Pfeilen und der altbekannte chinesische Zeichen Test dran. Endlich war ich durch, ich hatte ein sehr gutes Gefühl und ich konnte durchatmen. Dann kamen sehr viele Persönlichkeitsfragen. Hierbei musste man nur „zustimmen“ oder „nicht zustimmen“.

Sporttest

Dann war ich fertig und musste sofort zum Sporttest und mich umziehen, Nervenchaos pur! Ich machte mich mit den anderen warm und dann ging es schon los. Die erste Disziplin war der Pendellauf.

Ergometertest Bundeswehr
Auch das Fahrrad Ergometer gehört zum Sporttest dazu

Dort muss man 11 x 10m zurücklegen und sich nach jeder Runde insgesamt 6x hinlegen die Hände auf den Rücken klatschen und wieder lossprinten. Ich habe es in 42 Sekunden geschafft, 60 Sekunden waren das Maximum. Nach einer kurzen Pause ging es zum Klimmhang. Hierbei musste ich in der Klimmzugstellung an oberste Stelle solange wie möglich verweilen. 5 Sekunden sind Pflicht ich habe 41 geschafft. Als letzte Disziplin kam das Fahrrad Ergometer dran. Nach 1 Minute Aufwärmphase hatten wir maximal 6:30 Minuten Zeit um 3 Kilometer zurückzulegen. Ich erhöhte die Watt Zahl so schnell wie möglich und hatte nach 1:50 Minute bereits 2 Kilometer erreicht, dann begann das Leiden und es wurde sehr zäh. Die Soldaten feuerten mich kräftig an und ich erreichte einen Top Zeit von 3:07 Minuten.

Dann war ich sehr ausgelaugt und ging zum Mittagsessen. Ab jetzt hatte ich Freizeit und mir wurde sehr langweilig, da die anderen noch dran waren. Am Abend waren wir nur noch zu zweit in der Stube und ich habe mich viel mit meinem Mitbewohner Danny unterhalten, das hat sehr viel Spaß gemacht.

Tag 3

5:30 klingelte mal wieder der Wecker und ich rasierte mich nochmals und zog mir mein Hemd an, denn heute war der Tag der Endscheidung: das psychologische Gespräch stand direkt nach dem Frühstück an. Der Puls stieg und ich wurde nervös, denn ich hatte sehr großen Respekt davor. Ich sollte im Warteraum Platz nehmen und warten bis ich aufgerufen werde.

Das psychologische Gespräch sorgt oft für Nervosität bei den Bewerbern
Das psychologische Gespräch sorgt oft für Nervosität bei den Bewerbern

Der erste kam bereits nach 5 Minuten zurück und war raus. Das war hart! Ich bin dran… Ich hatte mich ja drauf vorbereitet also was soll schon schiefgehen. Im Raum saßen eine Psychologin ein Hauptmann und noch ein Leutnant, welcher hospitierte. Das Gespräch verlief besser als gedacht und ich lockerte auf. Gefragt wurde sehr viel über Politik, weil ich da nicht so glänzen konnte, warum ich zur Bundeswehr will, bei welchen Auslandseinsätzen die Bundeswehr tätig ist und was diese dort macht, warum ich als Feldwebel geeignet wäre und wie ich in gewissen Situationen reagieren würde. Dann sollte ich auf dem Gang warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren vielleicht 5 Minuten) und er größten Anspannung die ich je hatte, wurde ich reingebeten und habe eine Eignung als Feldwebel bekommen. Außerdem wurden mir meine Wunschverwendung und eine ZAW (Ausbildung) gewährt.

Ich ging anschließend glücklich zum Einplaner, welcher meine Wünsche notierte und mir sagte was möglich wäre. Leider war ich genau zu dem Zeitpunkt bei meiner Eignungsprüfung eine Systemumstellung. Diese hat mich sehr viel Wartezeit und Nerven gekostet da sich alles sehr verzögerte in den letzten Wochen. Anschließend ging ich zur Sicherheitsüberprüfung. Hier konnte ich jedoch noch keine Überprüfung beantragen, da meine Einplanung noch nicht erfolgt war. So ging ich anschließend noch Mittagessen, räumte die Stube auf packte meine Sachen zusammen. Ich konnte endlich glücklich mit meiner Eignung nach Hause fahren und meine Eltern und Freundin überraschen. Zwar ohne feste Stelle aber es hat ja schon mal geklappt. Drei Wochen später als ich im Urlaub in Hamburg war, bekam ich dann den langerwarteten Anruf, dass ich nun endlich eine Stelle bekommen habe. Nun habe ich alle meine Unterlagen zusammen und fange endlich im April 2018 meine Grundausbildung in Heide (Schleswig Holstein) an. Ich fange dann nach meiner Grundausbildung eine Ausbildung zum Fluggerätmechaniker am Kampfjet Tornado als Wartungstechniker an. Meine Stammeinheit wird dann in Jagel (Schleswig Holstein) sein, leider nicht mein Wunschstandort aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Ich habe mich als SaZ 15 als Feldwebel (für 15 Jahre) verpflichtet. Nun geht es endlich los und ich bin sehr gespannt was auf mich zukommt und freue mich auf meinen neuen Karriereschritt bei der Bundeswehr.


Maximilian

Maximilian hat uns netterweise einen Erfahrungsbericht über seinen Einstellungstest bei der Bundeswehr in Berlin zukommen lassen! Wir wünschen ihm alles Gute für seine Zeit bei der Bundeswehr!

 

 

 


Starte auch Du noch heute mit der Vorbereitung auf deinen Bundeswehr Einstellungstest!

Hier geht’s zum Online-Testtrainer!
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (4 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Bundeswehr Einstellungstest
Bestehe Deinen Einstellungstest mit dem Online-Testtrainer von Plakos.Direkt zum Online-Testtrainer
+