Karriere Bundeswehr

Karriere bei der Bundeswehr | Führungskräfte & OffizierInnen sind gefragt

Karriere beim Bund – für viele SchulabgängerInnen ist das eine lukrative Alternative zur Karriere in der freien Wirtschaft. Gerade AbiturientInnen überlegen sich immer häufiger, bei der Bundeswehr zu studieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Bei der Bundeswehr ist man bereits während des Studiums finanziell abgesichert. Zudem gehört das Studium beim Bund zu den besten in Deutschland. Und: Wer seine akademische Bundeswehrlaufbahn beendet, ist als Führungskraft in Wirtschaft, Industrie und Politik gefragt!

Offizierslaufbahn mit Studium

Für AbiturientInnen, die sich für die Laufbahn des länger dienenden Offiziers beim Bund für mindestens 13 Jahre verpflichten, gehört das Studium zur Offiziersausbildung dazu. Wer den Eignungstest für die Offizierslaufbahn im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr bestanden hat, klärt dort mit den Verantwortlichen, ob eine Offiziersausbildung beim Heer, der Marine oder bei der Luftwaffe in Frage kommt. Dabei werden die persönlichen Fähigkeiten und körperlichen Voraussetzungen des Einzelnen berücksichtigt. Die Wahl des Studienfaches hängt von der anvisierten Offizierslaufbahn ab.

Vor Beginn des Studiums steht die 15monatige Grundausbildung inklusive Offiziersschule an. Die Bundeswehr erwartet, dass man in der Regel sein Studium innerhalb von drei Jahren mit dem Bachelor bzw. in vier Jahren mit dem Master erfolgreich absolviert. Das ist möglich, da bei der Bundeswehr nicht in Semestern sondern in Trimestern studiert wird. Zudem muss jede/r Studierende/r unabhängig von ihrem / seinem Studienfach ein Studium-Plus-Seminar belegen – mit dem Ziel, über den eigenen Tellerrand hinaus Einblicke in andere Studienfächer der Bundeswehr zu bekommen. So kann man sich später besser mit den anderen OffizierInnen austauschen und fachübergreifend ergänzen. Um militärisch auf dem Laufenden zu bleiben, wird pro Woche ein Nachmittag Zeit investiert. Die Offiziersausbildung geht dann nach dem Studium in unterschiedlichen Lehrgängen weiter – je nachdem, in welche Richtung die Offizierslaufbahn einschlägt.

Sporrtest Bundeswehr

Sporrtest Bundeswehr

Die körperliche Fitness müssen die Studierenden weiterhin aufrecht erhalten und in einem jährlichen Sporttest (Basis-Fitness-Test) unter Beweis stellen. Die Sportangebote an den Unis sind gut und bei den StudentInnen beliebt. Während des Bundeswehr Studiums müssen auch soldatische Pflichten, wie Wache stehen erbracht werden. Die Anforderungen sind hoch, doch die Umstände sehr günstig: Man kann sich voll auf sein Studium konzentrieren, da man bereits in dieser Zeit sein Geld verdient (ca. 2.000,– Euro netto monatlich). Es gibt keine überfüllten Hörsäle, die Professoren haben mehr Zeit für die Studierenden und man wird von den anderen StudentInnen auf dem Campus unterstützt. Es herrscht ein kameradschaftliches, nahezu familiäres Klima.

Ein wichtiger Aspekt für Frauen, die bei der Bundeswehr Karriere machen wollen und dort studieren: Die Bundeswehr verfügt an ihren Universitätsstandorten nicht nur über eigene Kindergärten, sondern sogar über eine Krippe. So ist es für Frauen wesentlich einfacher, Kind und Karriere zu vereinbaren – von der finanziellen Entlastung durch das studienbegleitende Gehalt mal ganz abgesehen. Darüber hinaus ist die Bundeswehr dabei, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie generell zu verbessern.

Bundeswehr-eigene Universitäten

Seit rund vierzig Jahren ist es möglich, bei der Bundeswehr zu studieren. Der Bund unterhält dafür zwei eigene Universitäten an den Standorten Hamburg und München. Die Bundeswehr-Unis sind technisch hervorragend ausgestattet und verfügen zudem über die größten Bibliotheken deutscher Universitäten. Die Studienfächer haben sich inzwischen erweitert. Startete man einst an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg mit den Fakultäten Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschafts- sowie Geistes- & Sozialwissenschaften, so gibt es heute an der 1973 gegründeten Bundeswehr-Uni München weitere Fakultäten: Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaft, Informatik, Pädagogik sowie Luft- und Raumfahrttechnik. In diesen Studiengängen können Bachelor- und Masterabschlüsse erworben werden, die im militärischen wie zivilen Bereich ihre Gültigkeit haben. Die Auswahl der Studienfächer ist so vielfältig, wie die Einsatzbereiche der OffizierInnen. Wer zum Beispiel Geschichte studiert, zählt zu den Generalisten – im Gegensatz zu den Spezialisten der technischen Fakultäten; die Bundeswehr braucht beide Experten für einen reibungslosen Ablauf. Fächer wie Sprachen, Geographie und Jura zum Beispiel können beim Bund jedoch nicht studiert werden.

Hohe Verantwortung in der Offizierslaufbahn

Offiziere & Offizierinnen tragen höchste Verantwortung: Für die ihnen anvertrauten SoldatInnen und ihr Handeln. Dabei sind sie mitunter ganz auf sich selbst gestellt. Insbesondere bei Auslandseinsätzen erfordert dies eine extrem hohe körperliche, mentale und psychische Belastungsfähigkeit – bei gleichzeitigem Verzicht auf ein Privatleben in dieser Zeit. Soziale und pädagogische Kompetenzen sind ebenfalls gefragt, schließlich muss man Menschen ausbilden und führen können. Wer sich als Abiturient/-in für diese Laufbahn erfolgreich bewirbt, nimmt eine Herausforderung an, die man bestenfalls mit Management-Positionen in der freien Wirtschaft und Industrie vergleichen kann. Jedoch wird einem beim Militär noch weitaus mehr abverlangt, da man für Auslandseinsätze verpflichtet wird. Im militärischen Ernstfall kommt die hohe Verantwortung für die einem anvertrauten Menschen besonders zum Tragen. Zudem ist man allen Risiken ausgesetzt, die militärische Einsätze mit sich bringen. Auch darüber kann und sollte man sich im Vorfeld in den Karrierecentren der Bundeswehr ausführlich informieren.

IT-Spezialisten gesucht

Vor allem Spezialisten aus dem IT-Bereich, wie IT-Systemelektroniker, Kommunikations-Elektroniker oder Fachinformatiker werden bei der Bundeswehr gesucht.

Denn elektronische Waffen finden sich in allen Bereichen der Bundeswehr. Sei es ein Geschütz, der Eurofighter oder Schiffe. Der Eurofighter besteht zum Beispiel aus circa 80 Computerelementen und fast einhundert Kilometer Kabel. Computer steuern die Waffensysteme und geheime Nachrichten.

Am wichtigsten ist die Sicherheit der militärischen Infrastruktur. Damit verbunden ist die Abwehr von Trojanern und Viren. Wäre ein Cyberangriff erfolgreich, können die Folgen tödlich sein.

Im Jahr 2002 wurde das Computer Emergency Response Team der Bundeswehr (CERTBw) gegründet. Es handelt sich dabei um eine effektive Eingreiftruppe für Bytes und Bits. Das dazu gehörende Hauptquartier befindet sich in Euskirchen in NRW. Dort sind knapp 60 Informatiker stationiert. Im Notfall werden diese Spezialisten an jeden Einsatzort der Bundeswehr geschickt. Sei es nach Afghanistan oder auf eine Fregatte, die vor Krisengebieten kreuzt.

Dies ist inzwischen absolut notwendig. Die Cyberangriffe auf die Bundeswehr nehmen jährlich rapide zu. Im ersten Halbjahr 2015 wurde von den Bundeswehrexperten über 4.300 Infektionen im Netz der Bundeswehr erkannt und behoben. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von 46%. Im Jahr 2014 wurde das Netz der Bundeswehr in Deutschland ca. 6.000 Mal angegriffen. In den Einsatzländern sogar 136.000 Mal.

Bundeswehr IT Spezialisten gesucht

Bundeswehr IT Spezialisten gesucht

Wie sehr die Bundeswehr Angriffen aus dem Netz ausgesetzt ist erkennt man daran, dass insgesamt 1,8 Millionen irreguläre Zugriffsversuche von außen blockiert wurden. Über 25.000 Cyber-Attacken richteten sich gegen besonders wichtige und sensible Dienststellen, wie zum Beispiel die nationale Luftverteidigung und das Einsatzführungskommando. Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen geht davon aus, dass diese Angriffe sich in Zukunft weiter verstärken werden.

Die Bundeswehr bietet jedoch nicht nur Offiziersstellen im IT-Bereich an, sondern es werden zusätzlich auch Spezialisten im Bereich der Unteroffiziere, Feldwebel (Heer und Luftwaffe) und Maat und Obermaat (Marine) ausgebildet.

Die Ausbildungen erfolgen nicht nur an den Bundeswehr-Universitäten, sondern auch an dualen Hochschulen in Mannheim, Ravensburg, Wilhelmshafen sowie Koblenz. An der Hochschule Bremen wird sogar ein Internationaler Frauenstudiengang für Informatik angeboten.

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